Für alle besorgten Mitmenschen, im Unterschied zu BSE und Vogelgrippe ist die Hundemalaria nicht auf dem Menschen übertragbar.

Nach einer Inkubationszeit treten zuerst meist unspezifische Symptome auf. Der Hund ist matt, müde und appetitlos. Es können Bewegungsstörungen und Lahmheiten hinzukommen.Das akute Stadium der Erkrankung ist dann durch hohes Fieber (42°C) gekennzeichnet.

Das wirksamste Mittel ist es, den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abzusuchen und diese mit einer Zange oder einem Haken zu entfernen. (Dieses ist auch bei der Anwendung aller anderen Mittel notwendig, da kein Mittel 100%ig wirkt, auch die schlimmste Chemiekeule nicht).
Ein Zitat:"Wenn du einen Wohnungshund hast, sofort nach dem Spaziergang inspizieren, da krabbeln die Zecken noch auf ihm rum, ohne sich schon verbissen zu haben."

Die Erreger der Babesiose werden durch Auwald-Zecken weitergegeben

Die Auwaldzecke
Das Zeckenweibchen ist nüchtern etwa fünf, vollgesogen bis zu 16 Millimeter groß und damit größer als der Holzbock. Die Männchen sind etwas kleiner als die weiblichen Zecken. Das Rückenschild bedeckt bei Männchen den ganzen Körper, bei Weibchen nur das vordere Körperdrittel. Es ist weißlich marmoriert. Der Außenrand ist rotorange.

Als Lebensraum bevorzugt die Auwaldzecke feuchte Gebiete wie Auwälder und Moore sowie Laubwälder.

Bislang ging man bei der Babesiose von einer Übertragungszeit der Erreger von mindestens 72 Stunden aus.
Eine aktuelle Studie der FU Berlin zur Ermittlung des Übertragungszeitraums hat jetzt ergeben, dass diese Angabe nicht immer zuverlässig ist. Die von Prof. Dr. Eberhard Schein vom Institut für Parasitologie der FU Berlin vorgestellte Studie belegt, dass sich Hunde bei einem Befall durch eine männliche Auwald-Zecke bereits innerhalb von 12 Stunden infizieren können.

Früher drohte unseren Hunden allenfalls Gefahr , wenn sie ihre Halter im Sommerurlaub in den Süden begleiteten - ans Mittelmeer zum Beispiel.

Mittlerweile gibt es die Auwaldzecke mehr oder weniger in ganz Deutschland, sagt Elke Deininger, Veterinärin bei der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes in München. Man führt das darauf zurück, dass sie sich auf unser Klima eingestellt hat, erläutert Götz.

Immer häufiger werden Fälle bekannt, in denen Hunde verenden, weil sie von der Auwaldzecke befallen wurden. 'Wir hatten es schon, das die Krankheit zum Ausbruch kam und der Tod nach 24 bis 48 Stunden eingetreten ist, sagt Götz. Die Zecke überträgt laut Elke Deininger einzellige Parasiten, so genannte Babesien, auf den Hund. Sie wandern in sein Blut und zerstören die roten Blutkörperchen. Weil das bei der menschlichen Malaria ebenfalls passiert, wird die Babesiose auch 'Hundemalaria' genannt. Dabei ist es eigentlich keine, denn Malaria wird von Mücken übertragen, erläutert Prof. Eberhard Schein vom Institut für Parasitologie an der FU Berlin.

Besonders tückisch ist die Babesiose deshalb,
weil ihre Symptome nur schwer zu erkennen sind - zumindest in der Phase, in der einem betroffenen Vierbeiner noch vergleichsweise einfach geholfen werden kann. 'Die Tiere sind zuerst matt und atmen schneller als üblich, haben aber keinen Husten', erklärt Tierarzt Götz. Dann kommen Fieber und häufig Erbrechen dazu. Ein weiteres Symptom sind blasse, leicht gelb gefärbte Schleimhäute - als Folge der Zerstörung der roten Blutkörperchen.

Schließlich ist im Urin eine Rötung zu erkennen - dann ist die Krankheit aber schon weit fortgeschritten, sagt Götz. Jeder Tag, der abgewartet werden, könne verhängnisvoll sein, ergänzt Schein. Je schneller die Babesiose erkannt wird, desto größer die Chance, dass das Tier geheilt wird. Hat der Halter einen Verdacht, sollte er zum Tierarzt gehen und ihn ausdrücklich auf die Krankheit ansprechen. Denn noch nicht alle Veterinäre in Deutschland denken sofort an die vergleichsweise neue Gefahr.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Hundehalter vom Beginn des Frühlings bis Ende Oktober Vorsorge treffen - mit Hilfe so genannter Spot-Ons. Diese flüssigen Präparate werden auf das Hundefell geträufelt.Man macht das am besten am Genick, erklärt Deininger. Von dort aus verteilt sich das Mittel auf das gesamte Fell, wenn sich der Vierbeiner bewegt. Die Spot-Ons werden von mehreren Herstellern angeboten, die Halter bekommen sie beim Tierarzt.

In der Regel bieten die Präparate zweifachen Schutz: Erstens haben sie einen Repellent-Effekt. Das bedeutet, dass sich die Zecken gar nicht erst festsaugen, erläutert die Veterinärin. Gelingt es dem Parasiten trotzdem, wird er abgetötet. Alle vier bis fünf Wochen muss man das wiederholen. Angenehmer Nebeneffekt der Vorsorgebehandlung:
Die Spot-Ons schützen den Hund auch gegen andere Plagegeister - gegen den Holzbock, Flöhe oder Stechmücken.

Sorgen um ihre eigene Gesundheit müssen sich die Halter wegen der Babesiose nicht machen. Der Verlauf ist ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, doch Menschen können sich damit nicht infizieren, sagt Elke Deininger. Und auch Halter von Katzen können nach Worten von Prof. Eberhard Schein aufatmen: Zwar seien die Tiere in südlichen Ländern nicht vor der Krankheit sicher. Aber bei uns gab es bisher keine Katzenbabesiose.

Die den Hund infizierenden Babesienarten sind für den Menschen ungefährlich.

Tipp:
Eine einfach herzustellende Zitronen / Rosmarin Lösung, die hervorragend gegen Flöhe hilft und bedingt auch gegen Zecken wirksam ist.
Zutaten:
Eine große, dicke (Bio-) Zitrone (je mehr Schale desto besser), zerkleinere sie ganz im Mixer oder drücke sie aus und schneide die Schale in kleine Stücke, gebe sie zusammen mit einem Esslöffel getrocknetem Rosmarin in ein Schraubglas und übergieße es mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser(etwa ½ l). Das ganze lässt man über Nacht stehen und siebt es am nächsten Tag ab. Mit Hilfe einer Sprühflasche lässt es sich leicht auf den Hund auftragen (vorher gut schütteln).

Zwei- bis dreimal pro Woche einsprühen,den Kopf auslassen.
Kleiner Nebeneffekt, dieses Spray bringt das Hundefell zum glänzen und riecht nicht aufdringlich. Im Kühlschrank ist es mehrere Wochen haltbar.

Noch ein Tipp aus der Humanmedizin:
Anti-Zecken-Öl selbstgemacht
Jeweils zehn Tropfen Nelkenöl sowie Lavendelöl werden in 30 Milliliter Jojobaöl zugesetzt.Ein paar Tropfen davon in das Fell, entlang der Wirbelsäule einmassieren.Für Hunde ist diese Lösung nur verdünnt anzuwenden.

Ätherische Öle auf Teebaumöl-Basis oder reiner Teebaumöl-Extrakt:
Da Hunde und vor allem Katzen bei der täglichen Fellpfege die Inhaltsstoffe Oral aufnehmen können,sollten Sie damit das Fell nicht einsprühen.Bei allen Stellen die Hunde oder Katzen mit dem Maul erreichen können ist Teebaumöl als Konzentrat(unverdünnt) nicht anzuwenden.

/r

Viele Hundebesitzer wissen nicht,
dass ihre Vierbeiner von einer Krankheit bedroht sind, die sich immer weiter in Deutschland ausbreitet.
Infizierte Hunde, die zu spät behandelt werden oder unbehandelte Hunde sterben oftmals an dieser Krankheit.

 

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