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Wohin entwickelt sich der Bouvier des Flandres ? |
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Betrachtungen aus dem Umfeld der Zucht und der Ansichten von Züchtern und Preisrichtern. |

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Der Trend beim Bouvier des Flandres ist sehr differenziert zu betrachten. Die Zuchtrichtungen sind nicht einheitlich und die jeweiligen Zuchtziele inklusive der Ergebnisse sind in der Mehrheit nicht erkennbar oder gar nicht vorhanden. Der Interessent oder Welpenkäufer muß also schon etwas genauer hinschauen und noch mehr hinterfragen. Um dies zu erleichtern haben wir hierfür eine Art Checkliste erstellt. |
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Die Zuchtrichtungen sind einmal die belgischen, die französischen und die niederländischen Linien, die sich wiederum in verschiedene Richtungen entwickeln, siehe auch Herkunft. Selbst die Standardauslegungen sind unterschiedlich, wobei ein Standard nur die Vorgaben im Kern erfaßt und natürlich auch züchterische Freiheiten zuläßt. |
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Mit zu diesen Mißständen tragen die Verbände bei, die zwar auf Vorgaben beharren, aber die Verantwortung immer wieder von sich weisen, indem sie sich angeblich nicht in Vereinsangelegenheiten mischen wollen. Ein Übriges tun dazu die Preisrichter, die gegenüber früher jetzt Preisrichter und nicht mehr Zuchtrichter genannt werden. So ist dem eigenen Geschmack Tür und Tor geöffnet. Das heißt es wird dem am meisten verbreiteten Trend gefolgt, anstatt auf züchterische Kriterien zu achten. Die Aussage :” Ein Hund muß nicht laufen können” oder “bei mir gewinnt nur ein Holländer, wenn welche da sind” oder jüngst “ich glaube ich muß mir mal wieder den Standard ansehen” sagt eigentlich alles. |
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Die deutschen Züchter haben überhaupt keine eigene Linienführung, geschweige denn ein einheitliches Zuchtziel. Vielmehr herrscht der Glaube, daß andere es sowieso besser könnten und es somit genügt einen ausländischen Deckrüden zu benutzen. Wer dies kritisiert wird seit jeher sogar einfach als ausländerfeindlich abgetan. Der eigentliche Hintergrund ist aber die Bequemlichkeit und der Geiz, sich bestimmte Informationen zu beschaffen, sowie der alte Irrglaube, alles schlechte kommt von der Hündin, alles gute vom Rüden. Dies ist bezogen auf die Aussage eines Preisrichters, der selbst Bouviers züchtet. Kommentar hierzu :”Ohne Worte.” |
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Die größten Differenzen gibt es zwischen sogenannten Leistungszüchtern und den Züchtern, die in der Mehrheit glauben den Bouvier des Flandres einigen vom eigentlichen Bouvier abgekommenen Zuchten nacheifern zu müssen. Mit nicht besonders guten Ergebnissen, die hier im Einzelnen aufgeführt werden. Mehr dazu auf den Seiten Müll und Gebrauchshund. |


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Anmerkungen zur Kynologie |
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Die Gesamterscheinung des Bouvier des Flandres war urspünglich ein quadratischer Hund mit steilen Winkelungen, geradem Rücken, hoch angesetzten Ohren und Rüden - Hündinnen typischen Köpfen, sowie einem raumgreifenden Gangwerk, daß extreme Bewegungsvorgänge zuließ. |
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Heute ist der Bouvier oft zu lang im Rücken, also nicht mehr quadratisch, sehr oft total überwinkelt, daß er mit der Hinterhand fast auf den Ellbogen läuft, der Ohrenansatz geht in Richtung Schlappohren, weil die Köpfe immer kleiner werden. Das Gangwerk muß dann manipuliert werden, indem man beim Laufen den Hund mit der Leine am Halsband hochzieht. Zum einen sieht man dann weniger, daß er die Hinterhand zu Boden dückt, zum Anderen ist dies kein raumgreifender, freier Gang mehr, sondern nur noch ein Trippelschritt um den Boden noch zu berühren. Der Rücken wird immer abfallender a la Schäferhund. Die Eigenschaft haken zu schlagen und Sprünge senkrecht aus dem Stand zu machen wird damit komplett zunichte gemacht. |
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Fell |
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Die Fellstruktur des Bouvier des Flandres war unter allen Treib-und Hirtenhunden immer etwas außergewöhnliches. Harsch und rauh und jedem Wetter gewachsen. Dichte Unterwolle und hervorragendes Deckhaar. |
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Heute wird das Fell immer weicher, weil sich mit Trimmen mehr Geld verdienen läßt und weil es vielen Züchtern schlichtweg egal ist, ob dies für den Hund gut oder schlecht ist. Die Folge ist, daß viele Bouviers nicht mehr jedem Wetter ausgesetzt werden können, weil die ursprüngliche Schutzfunktion verlorengeht. Weiterer Grund. Man kann mit viel frisierbarem Haar kynologische Fehler kaschieren. |
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Wesen |
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Ursprünglich ein selbständiger, zurückhaltender Hund mit einem ausgeprägten Wehrtrieb ( Beutetrieb war für das Hüten von Vieh nicht geeignet) und trotzdem extrem hohen Reizschwelle und starker Verbundenheit mit Haus und Hof (siehe auch Eigenschaften).. Heute mutiert er in großen Teilen entweder zum verwöhnten Schoßhund oder zum im Wesen mißbrauchten sogenannten Schutzhund. Allerdings nur im sogenannten Schutzhundsport, wo er als Alibi als Gebrauchshund für das sportliche Ego einiger Weniger herhalten muß. Die tatsächlichen Eigenschaften werden dort in keiner Weise gefördert und noch weniger erwähnt, den meisten nicht einmal bekannt. |

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